Geschäftsbericht 2025
Immobilien

Nachhaltigkeit und Gemeinschaft im Fokus

2025 war für das Immobilienportfolio ein Jahr wichtiger Meilensteine: Neubauten und Sanierungen wurden vorangetrieben, Areale strategisch weiterentwickelt und energetische Massnahmen umgesetzt. Die Projekte stärken die Qualität des Bestands, fördern klimafreundliche Lösungen und schaffen Raum für gemeinschaftliches Wohnen.

Photovoltaik: Performance und Monitoring

Ein Schwerpunkt lag 2025 auf Transparenz und Optimierung der Energieproduktion. Der erste Jahresbericht des PV-Monitorings für 2025 zeigt: Die Anlagen erzeugten insgesamt 1’342’402 kWh Strom – genug, um rund 300 Haushalte ein Jahr lang zu versorgen.

Nach der Ausschreibung im Jahr 2024 nahm die Inbetriebnahme einzelner Anlagen mehr Zeit in Anspruch als geplant, da Hard- und Software in einzelnen Fällen nachgerüstet und das System als Ganzes integriert werden musste. Danach stellten sich erste Erfolge schnell ein: Die Anlagen erreichten 2025 eine Verfügbarkeit von 97 Prozent.

Das Monitoring zeigt zudem Potenzial für Optimierungen: Durch gezielte Betriebsaktivitäten, etwa die Reinigung der Module, könnte die Jahresproduktion um rund 15 Prozent gesteigert werden. Es ermöglicht nicht nur eine einfache Kontrolle von Einschaltung/Ausschaltung, sondern auch eine detaillierte Leistungsüberwachung, sodass Wartungs- und Pflegemassnahmen gezielt und effizient eingesetzt werden können.

Arealentwicklungen und Neubauprojekte

 

 

Egnach, Mosterei-Areal / Perron Vert

Die Arealentwicklung Perron Vert erreichte 2025 mit der Aufrichte der zweiten Bauetappe und dem Start der Vermietung einen wichtigen Meilenstein. Das Projekt verbindet historische Bausubstanz mit moderner Architektur und vereint Wohnen, Alterswohnen (Tertianum), Gewerbe und gemeinschaftliche Freiräume zu einem vielfältigen Dorfzentrum.

Die Erstvermietung der Wohnungen wurde an die vivo immobilien ag, Winterthur, vergeben. Seit Herbst 2025 stehen die Wohnungen der ersten Bauetappe zur Vermietung. Sie werden voraussichtlich im Juni 2026 bezugsbereit sein.

Zur Förderung des gemeinschaftlichen Zusammenlebens wurde im Herbst 2025 Sabine Binder von kreis & rund als Siedlungscoach für den Gründungsprozess des Siedlungsvereins Perron Vert gewonnen. Sie begleitet Aufbau, Gründung und nachhaltige Verankerung des Vereins über rund zwei Jahre. 

In Abstimmung mit dem kantonalen Denkmalschutz und dem zuständigen Bauamt wurde das Nutzungskonzept für den ehemaligen Gasthof Sternen definiert und das Baugesuch eingereicht. Wir freuen uns, dass bereits kurz vor Weihnachten die Baubewilligung erteilt wurde. Das historische Gebäude wird bis voraussichtlich Mitte 2027 zu fünf Wohnungen mit Balkonen in den Obergeschossen sowie zwei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss umgebaut.

Flums, Flumserei

Im Zuge der Weiterentwicklung der Flumserei zeigte sich, dass für das historische Spinnereigebäude vertiefte Abklärungen zum bestehenden Holztragwerk und zu den Holzböden erforderlich sind. Der geplante Baustart durch die Halter Renovationen AG wurde deshalb verschoben. Einige Abbrucharbeiten wurden vorgezogen und anstehende Vorbereitungsarbeiten konnten bereits ausgeführt werden. Dennoch führen die zusätzlichen Prüfungen zu einer Verzögerung des Bauabschlusses und damit zu einer späteren Erstvermietung im Jahr 2028.

Das Werkgassenprojekt mit den Gebäuden für Werkstätten und Turbinenhaus schreitet planmässig voran und soll im Oktober 2026 fertiggestellt werden. Für die Nutzung der Flächen sind übergangsweise provisorische Ver- und Entsorgungsanschlüsse notwendig, bis der entsprechende Baufortschritt des Hauptgebäudes erreicht ist.

Zollikofen, Webergut

2025 markierte den entscheidenden Fortschritt für das Areal Webergut: Im Sommer wurden sowohl für den Umbau als auch für den ergänzenden Neubau die Baukredite bewilligt. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt über 68 Millionen Franken.

Mitte Dezember unterzeichneten die Totalunternehmerin Komplex Bau und Abendrot den entsprechenden TU-Werkvertrag; unmittelbar danach wurden die Baugesuche bei der Gemeinde Zollikofen eingereicht.

Zum Jahresende wurde die Zwischennutzung durch die Projektpartnerin Urbane Dörfer planmässig abgeschlossen. Für die Bauzeit bezog sie ein Provisorium gegenüber auf dem Areal der Post Immobilien AG.

Damit startet das Jahr 2026 mit einem leer stehenden Areal, das zeitnah in die Realisierungsphase überführt wird.

Winterthur, Lagerplatz

2025 war am Lagerplatz ein Jahr intensiver Entwicklung: Zahlreiche Massnahmen wurden umgesetzt, darunter die statische und die energetische Sanierung des Dachs von Gebäude 161 mit neuer Photovoltaikanlage – ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierungsstrategie der Stiftung. Das prägende Projekt war die Aufstockung der Hallen 181/2 und 181/3 mit neuen Wohnateliers.

Nachdem Abendrot 2021 die Sanierung, Umnutzung und Erweiterung der Hallen beschlossen hatte, konnte Anfang 2025 nach weitgehend abgeschlossener Planung mit der Realisierung begonnen werden. Gemeinsam mit der Totalunternehmerin Komplex Bau wurden die Qualitätsstandards für den zu erhaltenden Gebäudebestand definiert und der Re-Use-Bauteilkatalog weiter konkretisiert. Parallel dazu starteten die Arbeiten an der Aufstockung.

Mitte 2025 wurde der bestehende Hallenkomplex 181/2 abgenommen. Gleichzeitig liefen die Arbeiten an Haustechnik und Innenausbau der neuen Wohnateliers. Im Herbst folgten der Bau des vorgelagerten Stahllaubengangs, die Installation der PV-Paneele auf den Dachflächen sowie Massnahmen zur Förderung der Biodiversität, unter anderem durch Totholzstrukturen.

Im November 2025 wurde das Projekt termingerecht durch die Totalunternehmerin Komplex Bau an Abendrot übergeben. Bis Ende Jahr waren nahezu alle der 22 Wohnateliers vermietet; auch die Gewerbeateliers und Büroflächen verzeichnen eine hohe Nachfrage. Die letzten individuellen Mieterausbauten werden im ersten Quartal 2026 abgeschlossen.

Ein neu gepflanztes Baumfeld vor den Hallen schafft zusätzlichen Begegnungsraum, der 2026 weiter ausgestaltet wird.

 

Projekte in Planung und Weiterentwicklung

Hitzkirch, Stöcklimatt

Mit der Stöcklimatt entsteht im Zentrum von Hitzkirch ein Quartier mit rund 100 Wohnungen für selbstbestimmtes Wohnen im Alter in Kooperation mit dem Alters- und Pflegezentrum Chrüzmatt. Die in Holzsystembauweise geplanten Gebäude werden mit erneuerbaren Energien und Photovoltaikanlagen realisiert.

Im Frühling 2025 wurde der Gestaltungsplan für das Baurechtsgrundstück in Hitzkirch rechtskräftig. Damit konnte die Projektierung für den Neubau der drei Mehrfamilienhäuser gestartet werden. Die Projektüberarbeitung erfolgt 2025/2026, der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, der Bezug ab 2029.

Laufenburg, Binkertareal

Auf Basis des Siegerprojekts aus dem Studienverfahren erarbeiteten PLAZE Architekten ein Richtprojekt und entwickelten den entsprechenden Gestaltungsplan. Dieser wurde Ende 2025 finalisiert und vom Stadtrat Laufenburg genehmigt. Die Einreichung beim Kanton ist erfolgt; die anstehende Vernehmlassung sowie das Mitwirkungsverfahren der Bevölkerung sind bis Sommer 2026 vorgesehen.

Zürich, Rothaus, Sihlhallenstrasse 1

Die markante Eckliegenschaft und das Hofgebäude wurden 1891 als Hotel Rothaus erstellt und beherbergen heute Büros und möblierte 1-Zimmer-Studios.

Abendrot übernahm die Gebäude im Jahr 2024 im Bewusstsein dafür, dass eine dringliche Sanierung der Steigleitungen sowie der Nasszellen erforderlich ist. Im Zuge dieser Massnahmen soll das Rothaus neu positioniert werden.

Nach der Evaluation des Planerteams ARGE Atelier Equilibre / Wölfli werden die Gebäude nun von diesem im Hinblick auf die aktuell geltenden gesetzlichen Vorgaben überprüft und auf ihre künftige Nutzung ausgerichtet.

 

 

Gemeinschaft und Projektabschlüsse

Root, Wilmisberg

Die Siedlung mit zwölf Mehrfamilienhäusern – davon sechs im Eigentum von Abendrot – wurde 2024 fertiggestellt und bezogen. 2025 stand die formelle Gründung des Siedlungsvereins im Zentrum. Mit Unterstützung eines externen Siedlungscoaches konnte der Verein erfolgreich konstituiert und der Selbstverwaltungsvertrag zwischen Eigentümerschaft und Verein unterzeichnet werden – ein wichtiger Schritt angesichts der komplexen Eigentümerstruktur. Damit wurde die Grundlage für die eigenständige Organisation und Nutzung der gemeinschaftlichen Räume geschaffen.

 

Sanierungen im Bestand

Basel, Ackerstrasse 40 und 42

Die Altbauwohnungen aus den 1930er-Jahren werden seit der Übernahme 1995 kontinuierlich gepflegt, um bezahlbaren Wohnraum zu erhalten. 2025 wurden nun die Küchen samt Leitungsnetz saniert. Ein Jahr vor Baustart wurden die Mieter informiert, individuelle Lösungen für den Verbleib während der Sanierung gefunden und die Mieterkeller temporär ausgelagert.

Das Treppenhaus erhielt durch die Freilegung der alten Holzstufen seinen ursprünglichen Charakter zurück. Mit der neuen Photovoltaikanlage (45 kWp) auf den Dächern wird Strom erzeugt und über einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) den Mietern zur Verfügung gestellt. Die Sanierung wurde gemäss Wohnschutzgesetz 2022 durchgeführt, die Mietpreise moderat angepasst.

Berlin

Das «Gästehaus»-Projekt auf dem Holzmarkt-Areal konnte 2025 trotz schwierigen Marktbedingungen gesichert werden: Die Parzelle wurde an die Eckenstein-Geigy Stiftung, Basel, verkauft; mit dem Einstieg von Viva con Agua als neuem Betreiber bleibt die geplante Nutzung erhalten.

Bei drei Bestandesliegenschaften in Alt Moabit, Wedding und Gesundbrunnen wurde 2025 die Planung für die energetische und gebäudetechnische Sanierung aufgenommen. Die Umsetzung erfolgt etappiert zwischen 2026 und 2028 im laufenden Betrieb.

 

Basel, In den Klostermatten 4

Kurz vor Beginn der Heizperiode 2025/2026 wurde die Liegenschaft an das Fernwärmenetz angeschlossen. Damit reduziert Abendrot den Einsatz fossiler Energien weiter und verfolgt konsequent das Ziel, ihre Liegenschaften vollständig mit erneuerbaren Energien zu betreiben.

 

Neuerwerbungen

Solothurn, Touringhaus

Das markante Touringhaus aus den 1930er-Jahren wurde am 1. September 2025 von Abendrot übernommen. Im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau des Fernwärmenetzes sind energetische Modernisierungen vorgesehen, insbesondere die Sanierung der Heizung, die Zentralisierung der Warmwasseraufbereitung sowie die Erneuerung der Steigleitungen. Weitere bauliche Eingriffe erfolgen bei Bedarf und mit Rücksicht auf die historische Substanz.

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