Geschäftsbericht 2025
Vorsorge
Verantwortung weitergedacht
Das Geschäftsjahr 2025 war geprägt von strategischen Weichenstellungen, der Weiterentwicklung zentraler Partnerschaften und einer stabilen finanziellen Basis. Als Pensionskasse mit nachhaltigem Anspruch verbindet Abendrot Sicherheit mit Verantwortung.
Vorsorge bedeutet für uns, Risiken umsichtig zu steuern, Zusammenarbeit verbindlich zu gestalten und die Interessen der Versicherten langfristig zu wahren. Strukturelle Weiterentwicklungen standen im Berichtsjahr ebenso im Fokus wie eine faire Beteiligung der Versicherten am Anlageerfolg.
Zusammenarbeit mit Brokern gestärkt
Im Rahmen der Strategieüberarbeitung hat der Stiftungsrat per 1. Januar 2026 eine Brokercharta verabschiedet und eingeführt. Sie beschreibt die Grundsätze der Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern, formuliert klare Erwartungen an Beratung und Betreuung und hält die gemeinsamen Werte fest.
Die Charta schafft Transparenz und Verbindlichkeit. Sie bildet die Grundlage für eine qualitativ hochwertige und nachhaltige Betreuung der angeschlossenen Unternehmen im Einklang mit den Grundsätzen von Abendrot.
Broker-Event
Ende Oktober 2025 veranstaltete Abendrot in Basel erstmals einen Brokerevent. Vertreterinnen und Vertreter von Abendrot gaben Einblick in die strategische Ausrichtung sowie die Anlagestrategie und stellten die neue Brokercharta vor. Das klare Bekenntnis zu einer vertieften, partnerschaftlichen Zusammenarbeit stiess auf positive Resonanz.
Risiken eigenständig tragen – Spitzen gezielt absichern
Per Ende 2025 hat Abendrot den kongruenten Rückversicherungsvertrag mit der PKRück AG beendet und per 1. Januar 2026 auf ein neues Modell umgestellt. Neu besteht eine Excess-of-Loss-Deckung bei der Zurich Versicherung.
Dank ihrer Grösse und ihrer finanziellen Stabilität ist Abendrot in der Lage, die Risiken Tod und Invalidität grundsätzlich selbst zu tragen. Mit der neuen Lösung werden ausschliesslich hohe Spitzenrisiken abgesichert. Damit erhöht die Stiftung die Eigenständigkeit und optimiert gleichzeitig die Kostenstruktur.
Die bewährte Zusammenarbeit mit der PKRück AG bleibt bestehen. Angeschlossene Unternehmen und Versicherte profitieren weiterhin von Angeboten wie PKTel, Präventionsseminaren und der jährlichen Fachtagung.
Case Management
Im Zuge des neuen Versicherungsmodells führt Abendrot das Case Management ab 2026 intern. Arbeitsunfähigkeitsmeldungen werden neu direkt beurteilt und die Prozesse enger begleitet. Gleichzeitig bleibt die Zusammenarbeit mit externen Fachpartnern bestehen: Auch im Case Management wird Abendrot weiterhin durch die PKRück AG sowie durch die Sulser & Partner AG und die HMS Health & Medical Service unterstützt.
Für Versicherte und Arbeitgebende bleibt die Unterstützung verlässlich und kontinuierlich gewährleistet – bei gleichzeitig kürzeren Wegen und klareren Abläufen.
Wechsel im Vizepräsidium
Im Rahmen der langfristigen Nachfolgeplanung im Stiftungsrat trat Simone Emmel per 31. Dezember 2025 als Vizepräsidentin zurück. Dem Gremium bleibt sie weiterhin als Mitglied erhalten und bringt auch künftig ihr ausgewiesenes BVG-Fachwissen sowie ihre langjährige Erfahrung im Vorsorgebereich ein.
Die Funktion des Vizepräsidenten übernimmt per 1. Januar 2026 Urs Bieri.
Wechsel im Anlageausschuss Immobilien
Nach siebeneinhalb Jahren engagierter Tätigkeit im Anlageausschuss Immobilien legte Andreas Stöcklin sein Mandat als externer Berater per Ende 2025 altersbedingt nieder.
Bereits 2017 unterstützte er die Immobilienabteilung in einer Phase personeller Engpässe operativ und trug wesentlich zur Kontinuität bei. Als Mitglied des Anlageausschusses brachte er sein fundiertes Fachwissen und seine breite Erfahrung ab Juni 2018 in die strategische Weiterentwicklung des Immobilienportfolios ein. Er prägte zahlreiche Projekte mit, insbesondere in der nachhaltigen Arealentwicklung und bei der qualitätsvollen Weiterentwicklung von Bestandsliegenschaften. Sein Augenmerk galt stets der Verbindung von gestalterischer Qualität, ökologischer Verantwortung und wirtschaftlicher Solidität. Stiftungsrat und Geschäftsführung danken Andreas Stöcklin für sein langjähriges und wertvolles Engagement.
Für seine Nachfolge konnte Annette Reutzel gewonnen werden. Die diplomierte Bauingenieurin mit einem MBA in Internationalem Immobilienmanagement verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Bau- und Immobilienentwicklung, unter anderem bei der Realstone SA und der Losinger Marazzi AG.
Mit diesem Wechsel verbindet Abendrot Kontinuität mit neuen Impulsen – im Sinne einer nachhaltigen Weiterentwicklung des Immobilienportfolios zugunsten der Versicherten.
Klare Regelung für Gremienentschädigungen
Der Arbeitsaufwand für Stiftungsrat und Gremienmitglieder hat in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen. Die gestiegenen Anforderungen an strategische Führung, Regulatorik und Nachhaltigkeitsfragen machten eine Überprüfung der Entschädigungsregelung notwendig.
Nach eingehender Diskussion verabschiedete der Stiftungsrat im Jahr 2025 eine angepasste Regelung, die per 1. Januar 2026 in Kraft tritt. Sie trägt dem erhöhten Engagement Rechnung und gewährleistet eine transparente sowie praktikable Handhabung.
Attraktive Verzinsung der Altersguthaben
Dank einem erfreulichen Anlageergebnis und einem stabilen Deckungsgrad konnte Abendrot die Altersguthaben der Versicherten im Jahr 2025 mit 5,5 Prozent verzinsen.
Diese überdurchschnittliche Verzinsung stärkt die individuellen Altersguthaben unmittelbar und wirkt sich direkt positiv auf die künftigen Altersrenten aus. Sie ist Ausdruck einer nachhaltigen Anlagestrategie und einer verantwortungsvollen Risikopolitik.